Was ist ein Balkonkraftwerk?
Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine Photovoltaikanlage, die Sie selbst aufstellen und in eine normale Steckdose stecken. Sie brauchen dafür keinen Elektriker und keinen Eingriff in die Hausinstallation.
Woraus es besteht
- Solarmodule – sie wandeln Licht in Gleichstrom. Ein typisches Set hat ein oder zwei Module.
- Mikrowechselrichter – er macht aus dem Gleichstrom haushaltsüblichen Wechselstrom. Bei Balkonkraftwerken sitzt er direkt an den Modulen.
- Anschlusskabel – die Verbindung zur Steckdose.
- Halterung – passend zum Montageort.
- Optional ein Speicher – er hebt den Anteil des selbst genutzten Stroms.
Wie der Strom im Haushalt ankommt
Der erzeugte Strom fließt zunächst zu den Geräten, die gerade laufen: Kühlschrank, Router, Fernseher. Erst was übrig bleibt, geht ins Netz. Sie merken davon nichts – es gibt nichts umzuschalten, die Anlage arbeitet einfach mit.
Genau deshalb ist der eigene Verbrauch die entscheidende Größe: Jede Kilowattstunde, die Sie selbst nutzen, ersetzt eine, die Sie sonst gekauft hätten.
Leistungsgrenze
Für steckerfertige Anlagen ist in Deutschland eine Einspeiseleistung von 800 Watt vorgesehen. Die installierte Modulleistung darf höher liegen – unser Komplettset bringt zum Beispiel 1000 Watt Modulleistung mit, der Wechselrichter begrenzt die Abgabe. Das ist sinnvoll, weil Module ihre Nennleistung nur unter Idealbedingungen erreichen.
Bitte beachten: Die Vorgaben zu Leistungsgrenze und Anmeldung haben sich in den letzten Jahren mehrfach geändert. Prüfen Sie vor dem Kauf den aktuellen Stand beim Netzbetreiber oder im Marktstammdatenregister.
Was Sie vor dem Kauf klären sollten
- Wo soll die Anlage hin, und was trägt der Untergrund?
- Wie weit ist die nächste Steckdose entfernt?
- Brauchen Sie die Zustimmung von Vermieter oder Eigentümergemeinschaft?
- Soll gleich ein Speicher dazu oder erst später?